Hohe Nutzung, ungleiche Grundlagen
Die Studie „AI at Work 2026“ von Monday.com befragte 1.701 Direktoren und Führungskräfte in sieben Ländern. Den veröffentlichten Ergebnissen zufolge arbeiten 72 % in Unternehmen, die den Einsatz von KI vorschreiben oder stark fördern, aber nur 29 % berichten von einer vollständig optimierten, zentralisierten KI-Infrastruktur. Der Kontrast betrifft die gemeldete organisatorische Bereitschaft, nicht eine gemessene Veränderung der Arbeitsleistung.
Begeisterung kann mit Mehraufwand einhergehen
Obwohl 94 % angeben, dass das Finden von Möglichkeiten zur Optimierung mit KI aufregend ist, sagen 59 %, dass das Identifizieren und Testen von Bereichen mit Mehrwert mehr Aufwand erfordert, als es einspart. Der Bericht besagt auch, dass 82 % mit der Nutzung von KI in ihrer Arbeit zufrieden sind, während 29 % angeben, dass dadurch ihre Arbeitszeit gestiegen ist. Positive Einstellungen sollten daher nicht als Beweis dafür gewertet werden, dass alle Zeit sparen.
Was Unternehmen untersuchen können
Die Ergebnisse legen nahe, die Implementierungsarbeit neben der Nutzung einzelner Werkzeuge zu überprüfen: wer Experimente evaluiert, wie Werkzeuge zusammenpassen und wo zusätzliche Arbeitsstunden entstehen. Dies sind Fragen, die durch die Umfrage aufgeworfen werden, und keine Maßnahmen, für die diese Studie eine Verbesserung der Produktivität nachgewiesen hat.
Grenzen der Aussagekraft
Die Ergebnisse spiegeln die Angaben der Befragten in einer vom Anbieter gesponserten Umfrage wider. Sie begründen keine Kausalität, beschreiben nicht die Erfahrung jedes Mitarbeiters und beweisen weder einen gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsgewinn noch -verlust.